Chronologie
1994
- Machbarkeitsstudie erscheint.
18.04.1994 Pressekonferenz
- Bahnchef Heinz-Peter Dürr, Ministerpräsident Erwin Teufel, Oberbürgermeister Manfred Rommel sowie die beiden Verkehrsminister Matthias Wissmann und Hermann Schaufler stellen das Projekt in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz vor.[1]
- Der Pressekonferenz ging der Legende nach ein Hubschrauberflug von den Herren Dürr, Teufel, Rommel und Wissmann voraus. Tatsächlich hatte diesen Hubschrauberflug offenbar nur Schaufler und Rommel unternommen.[2]
12.06.1994 Gemeinderatswahl
- Gemeinderatswahl in Stuttgart und erste und einzige Möglichkeit zur indirekten Beeinflussung des Projektes durch Wahlen.
1995
- Das Buch "Stuttgart 21" - Hauptbahnhof im Untergrund? von Winfried Wolf erscheint
07.11.1995 Rahmenvereinbarung
- Bahn, Bund und Land schließen Rahmenvereinbarung über den Bau von Stuttgart 21.
30.11.1995
- Gemeinderat stimmt der Rahmenvereinbarung zu.
1996
...07.1996
- Die Parallelprojekte München 21 und Frankfurt 21 werden vorgestellt.
1997
04.03.1997
- Oberbürgermeister Wolfgang Schuster erklärt im Stuttgarter Rathaus, im Rahmen des Tages der "offenen Bürgerbeteiligung", dass es keine Bürgerbeteiligung geben wird.
Wolfgang Schuster zur Bürgerbeteiligung
...05.1997 Erste Demonstration
- Erste Demonstrationen im Stuttgarter Schlossgarten, bei der für mehr Bürgerbeteiligung demonstriert wird.
...11.1997
- Architekt Christoph Ingenhoven gewinnt mit seinem unterirdischen Bahnhof den Ausschreibungswettbewerb. Die darin enthaltenen und typischen "Lichtaugen", die dem neuen Bahnhof sein Wahrzeichen werden sollen sind ein Entwurf von Frei Otto.
1999
02.02.1999 Nichtöffentliche Sitzung
- In einer nicht öffentlichen Sitzung wird über die Enbindung des Stuttgart 21 Bahnhofs in das Stadtbild und der Zukunft des Schlossgartens beraten. Die Öffentlichkeit bekommt nun keine Informationen und Einblicke mehr in die Arbeit und die Planungswerkstatt, damit entfallen auch die Chancen der Bürger duch Kommentar , Anregungen und Kritik auf den Bahnhof einfluss zu nehmen.[3]
...07.1999
- Die Bahn erklärt, dass man sich zwischen den 2 Projekten entscheiden muss. Entweder Stuttgart 21 oder die Neubaustrecke. Die rot-grüne Bundesregierung distanziert sich darauf von dem Projekt.
...11.1999
- Das Land Baden-Württemberg, Stadt Stuttgart, Regionalverband und Flughafen Stuttgart bieten an, sich mit 1,3 Mrd. D-Mark zu beteiligen, um beide Projekte, die sie als untrennbar verbunden sehen, zu realisieren.
Ende 1999
- Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Bahn ergibt, dass 344 Mio. D-Mark für den geplanten Tiefbahnhof fehlen. Bahnchef Johannes Ludewig beerdigt das Projekt. Wie sich nachher herausstellt schiesst das Land daraufhin durch Projekte der Bahn die Differenzsumme zu.
2000
- Das Projekt wird auf drängen von Stadt und Land wiederbelebt und der neue Bahnchef Hartmut Mehdorn bekommt Zusagen zur Vorfinanzierung.
2001
- Das Land Baden-Württemberg kauft zur versteckten Subventionierung der Deutschen Bahn 1,45 Mio. Zugkilometer ab, die zum aktuellen Zeitpunkt komplett unnötig sind. Der damalig beteiligte Staatssekretär war Stefan Mappus.[4][5]
24.07.2001 Realisierungsvereinbarung
- Die Beteiligten schließen eine Realisierungsvereinbarung untereinander.
2006
Oktober 2006
- Landtag von Baden-Württemberg beschließt den Erschließungsantrag zur Realisierung.
2007
19.07.2007 Memorandum of Understanding
- Memorandum of Understanding der Beteiligten
24.07.2007 Entschließung des Landtags
- Entschließung des Landtags zur Neubaustrecke Wendlingen–Ulm und zu Stuttgart 21. »...an die Grenze der Belastbarkeit gehende finanzielle Engagement des Landes...«
2009
...03.2009 Volkswirtschaftliche Bewertung
- Volkswirtschaftliche Bewertung des Projekts BW21 Wirtschaftsgutachten im Auftrag des Innenministeriums BW
02.04.2009 Öttinger unterschreibt Finanzierungsvereinbarung
- Ministerpräsident Oettinger unterschreibt die Finanzierungsvereinbarungen.
17.06.2009
- Landgericht Stuttgart schließt ein Volksbegehren aus. Grund: »Die Stadt ist längst vertraglich daran gebunden.«
17.07.2009
16.12.2009
- Der Verkehrsausschuß des Bundestages stimmt Stuttgart 21 zu.
2010
02.02.2010 Pseudobaubeginn
- Offizieller Baubeginn von Stuttgart 21.
14.07.2010 Mahnwache beginnt
Errichtung einer Mahnwache am Nordflügel
26.07.2010 Besetzung des Nordflügels
Der Nordflügel wird während der Montagsdemo von einer größeren Gruppe besetzt. Die Besetzer fordern eine Bekanntgabe der Kostensteigerungen der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.
27.10.2010 Pressekonferenz; Kostensteigerungen NBS
Pressekonferenz mit Mappus,Grube und Gönner: Bekanntgabe von Kostensteigerungen bei der Neubaustrecke
29.07.2010 Moratoriumsdebatte
- Moratoriumsdebatte im Landtag
30.07.2010
- Ausbau des Bauzauns: In einer nächtlichen Aktion wird der Bauzaun unter lautstarkem Protest einer, spontanen Demo von bis zu 3 500 Bürgern bis spät in die Nacht hinein, aufgestellt. Teilweise wurden verschiedener Hauptstraßen blockiert.
01.08.2010
- Unter dem Protest von 10.000 Demonstranten wird der Nordflügel des Bahnhofs abgerissen.
20.08.2010
- Die Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig spricht auf der Kundgebung
09.09.2010 Gutachten: Kostensteigerung bei der Neubaustrecke
Gutachter berechnen enorme Kostensteigerungen bei der Neubaustrecke Kurzfassung
16.09.2010 Merkel: Landtagswahl = Volksabstimmung
- Bundeskanzlerin Merkel definiert kommende Landtagswahl als Volksabstimmung zu Stuttgart 21
17.09.2010 Drexler tritt zurück
- Drexler tritt als Projektsprecher zurück
30.09.2010 Gewaltsame Räumung des Schloßparks
- Beginn der gewaltsamen Räumung des Schloßparks, bei dem auch Wasserwerfer gegen eine Schülerdemonstration eingesetzt wird.
- Eisenbahnbundesamt verbietet der Deutschen Bahn die Baumfällung.
01.10.2010
- um ca. 01:00 Uhr wird die erste Platane gerodet.
03.10.2010
- Seit Tagen bewachen Polizisten das Baugelände.
- Ein Bauzaun wird errichtet um in Ruhe das Grundwassermanagement zu bauen.
16.10.2010 Besetzung des Südflügels
- Demonstranten besetzen den Südflügel des Bahnhofs.
- Konstantin Wecker spricht und singt auf der Kundgebung
15.12.2010 Bundestag lehnt Baustaopp ab
Der Verkehrsausschuss des Bundestages hat sich am 15. Dezember 2010[6] für eine Fortsetzung des Projekts Stuttgart 21 ausgesprochen. Anträge der Oppositionsfraktionen SPD (17/2933), Die Linke (17/2914) und Bündnis 90/Die Grünen (17/2893), in denen ein Baustopp gefordert wurde, lehnte der Ausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP am Mittwochvormittag ab.
2011
Juli
- 29.07.2011: Dr. Heiner Geißler stellt im Stuttgarter Rathaus die Stresstest Präsentation vor und präsentiert zum ersten mal sein Konzept Frieden in Stuttgart.
- 30.07.2011: Die Deutsche Bahn AG vergibt einen Auftrag in Höhe von 750 Mio. Euro an ein Konsortium unter Federführung der PORR-Gruppe.
November
- 27.11.2011: Tag der Volksabstimmung. Die Befürworter gewinnen mit einer knappen Mehrheit von 58,8%.[7]
Dezember
- 16.12.2011: Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg verhängt einen Baustopp, da das EBA den Artenschutz nicht berücksichtigt hat.[8]
2012
Februar
- 13.02.2012: Das Büro der Parkschützer wurde im Vorfeld der Parkschützer wurde im Vorfeld der 111. Montagsdemonstration durchsucht. Dies wurde als Einschüchterungsmaßnahme vor der geplanten Schlosspark-Räumung und Baumfällung gesehen.
Quellenangaben
- ↑ swr.de
- ↑ Schwäbisches Tagblatt] vom 21.10.2010
- ↑ www.Schlossgarten.de
- ↑ http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,711845,00.html
- ↑ Badische Zeitung: »Land soll Stuttgart 21 mit Großauftrag erkauft haben«; vom 15.08.2010
- ↑ Ausschuss für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung - 15.12.2010
- ↑ Süddeutsche Zeitung: S21-Gegner scheitern - die Pro-Fraktion triumphiert vom 27.11.2011
- ↑ Spiegel: Gericht verhängt Baustopp für Stuttgart 21 vom 16.12.2011